ICO Wissen

ICO GRUNDWISSEN

Du hast Fragen zu ICOs? Du willst wissen, was es zu wissen gibt bevor Du in ein ICO investierst? Dann bist Du hier richtig. Unsere umfangreiche FAQ bietet dir eine Übersicht über die grundlegenden Fragen und Antworten zum Thema ICO aus dem Wissen und Erfahrungen von unserem Experten Team.

Heutzutage ist es nicht schwer, nach einem Initial Coin Offering zu suchen und mit Hilfe einer externen Bewertung den passenden ICO samt weiteren Informationen zu finden. Hier unterstützt Dich auch unser Angebot, ausgewählte ICOs für Dich herauszufiltern und mit diversen Informationen und Zusammenfassungen zu bestücken. Dadurch sparst Du nicht nur Zeit, sondern hast auch gleich Drittmeinungen aus der Community, welche den ICO aus einem anderen Blickwinkel betrachten und damit sehr wertvoll sein können.

Du hast noch weitere Fragen zum Thema ICO? Dann kannst Du uns gerne kontaktieren und wir beantworten Dir gerne Deine Fragen.

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Fragen & Antworten

Was ist ein ICO?

Initial Coin Offerings sind der letzte Schrei. Dutzende von Unternehmen haben in diesem Jahr über den neuartigen Fundraising-Mechanismus fast 1,5 Milliarden Dollar gesammelt.
Prominente von Floyd Mayweather bis Paris Hilton sind auf den Zug aufgesprungen. Aber fühl Dich bitte nicht schlecht, wenn Du Dich immer noch fragst: Was ist eigentlich ein Initial Coin Offering?

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Das Akronym klingt vermutlich vertraut, und das ist zweckmäßig – ein ICO funktioniert in der Tat ähnlich wie ein Börsengang bzw. ein ‘Initial Public Offering’. Anstatt Aktien eines Unternehmens anzubieten, bietet eine Firma stattdessen digitale Werte an, die “Token” genannt werden. Ein Token Sale ist wie eine Crowdfunding-Kampagne, nur dass er die Blockchain-Technologie benutzt, um Transaktionen zu überprüfen. Außerdem sind diese Tokens nicht einfach nur Platzhalter für Aktien – sie können so eingerichtet werden, dass die Inhaber statt einer Aktie eines Unternehmens Dienstleistungen – wie z. B. Cloud-Speicherplatz oder ähnliches erhalten.

Beginnen wir mit dem beliebtesten System – Bitcoin. Diese und andere digitale Währungen basieren auf einer Blockchain – kryptographische Konten, in denen jede mit Bitcoin durchgeführt Transaktion aufgezeichnet wird. Einzelne Computer/Server auf der ganzen Welt, die über das Internet verbunden sind, überprüfen jede Transaktion mit Hilfe von dieser Open-Source-Software. Einige dieser Computer, die Miner genannt werden, konkurrieren um die Lösung eines rechenintensiven kryptografischen Puzzles und verdienen sich die Möglichkeit, “Blöcke” von verifizierten Transaktionen zur Kette hinzuzufügen. Für ihre Arbeit erhalten die Miner in diesem Beispiel als Aufwandsentschädigung Bitcoins.

Eine Blockchain wie Bitcoin braucht Miner um zu laufen und Coins/Tokens sind der wirtschaftliche Anreiz zum Minen. Einige Coins basieren auf den neuen Versionen der Blockchain, die in gewisser Weise modifiziert wurden – Beispiele hierfür sind Litecoin und ZCash. Eine beliebte Blockchain für Firmen, die Initial Coin Offerings einführen, ist eine neuere, separate Technologie, die Ethereum heißt. Es ist sogar möglich, brandneue Tokens, also neue Währungen, auf die Blockchain von Ether zu bauen. Ein anderes Beispiel wäre die Neo Blockchain, die ebenfalls wie Ethereum die Erstellung von neuen Tokens ermöglicht. Doch Befürworter der Blockchain-Technologie sagen, dass die Macht der Coins über das bloße Erfinden neuer Währungen hinaus geht. Bitcoin machen es überflüssig, dass eine vertrauenswürdige zentrale Behörde den Austausch von Werten vermitteln muss – zum Beispiel ein Kreditkartenunternehmen oder eine Zentralbank. Theoretisch kann das auch für andere Dinge erreicht werden.  Nehmen wir zum Beispiel den Cloud-Speicher. Mehrere Unternehmen bauen Blockchains, um den Peer-to-Peer-Kauf und -Verkauf von Speicherplatz zu erleichtern. Dies ist ein Modell, das herkömmliche Anbieter wie Dropbox und Amazon in Frage stellen könnte. Die Token sind in diesem Fall die Zahlungsart für den genutzten Speicherplatz. Eine Blockchain überprüft die Transaktionen zwischen Käufern und Verkäufern und dient als Nachweis ihrer Legitimität. Wie genau das funktioniert, hängt vom jeweiligen Projekt ab.

Einige Leute denken, dass Initial Coin Offerings zu neuen, exotischen Wegen führen könnten, ein Unternehmen aufzubauen. Würde beispielsweise ein Cloud-Storage-Outfit wie Filecoin plötzlich an Popularität gewinnen, würde es eher jeden bereichern, der den Coin hält oder als Miner aktiv ist. Dies wäre die Kernidee eines “dezentralisierten” Unternehmens.Jemand muss die Blockchain erstellen, die Tokens ausgeben und die Software warten. Um ein neues Projekt in Gang zu setzen, können Unternehmer also Token für sich und ihre Entwickler vor verteilen. Und sie können Initial Coin Offerings verwenden, um Token an Personen zu verkaufen, die daran interessiert sind, den neuen Dienst bei seiner Einführung zu nutzen, oder über den zukünftigen Wert des Dienstes zu spekulieren. Wenn der Wert der Token steigt, gewinnt jeder.Mit all dem Hype um Bitcoin und andere Cryptocurrencies war die Nachfrage nach einigen der Token, die in letzter Zeit auf den Markt kamen, extrem hoch. Eine kleine Auswahl der Projekte, die kürzlich Millionen über Initial Coin Offerings gesammelt haben, umfasst einen Webbrowser, der darauf abzielt, Vermittler in der digitalen Werbung zu eliminieren, einen dezentralen Prognosemarkt und einen blockchain-basierten Marktplatz für Versicherer und Versicherungsmakler.

Dennoch ist die Zukunft der Tokens  höchst ungewiss, weil die staatlichen Regulierungsbehörden immer noch herauszufinden versuchen, wie sie damit umgehen sollen. Vor einiger Zeit warnte die SEC Investoren, auf Betrügereien zu achten. China ging so weit, Initial Coin Offerings zu verbieten, und andere Regierungen könnten folgen. Viele der Unternehmen, die Initial Coin Offerings auf den Markt bringen, haben zudem bisher nur ein technisches Whitepaper herausgebracht, in dem eine Idee beschrieben wird, die sich vielleicht, vielleicht aber auch nicht durchsetzen kann.

Wie entstehen ICOs?

Als Cryptocurrencies gerade beliebt wurden, reichte die Einführung eines Initial Coin Offering als selbstlegitimierende Aktion. Aber in jüngster Zeit, da das Initial Coin Offering-Konzept Gestalt annimmt und reift, hängt der Erfolg eines Angebots in der gegenwärtigen Kryptowährungslandschaft wesentlich davon ab, wie ein Emittent seine Aufgaben präsentiert, das Vertrauen in die Gemeinschaft aufbaut und den Anlegern einen Mehrwert bieten will.

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Der Prozess beginnt mit der Vorankündigung des Projekts. Es folgt die Veröffentlichung eines Whitepapers oder einer gleichwertigen Projektzusammenfassung, in der jedes Detail des Projekts einschließlich des Geschäftsmodells, der Entwicklungs-Roadmap, der Integration der Währung in das Projekt, des dahinter stehenden Teams und des Nutzens für die Community besprochen wird.

Die Vorankündigung erfolgt auf den zentralen Community-Plattformen wie Reddit Bitcointalk, Twitter oder Telegram Messenger. Die Gemeinschaft reagiert auf das Projekt und ermöglicht es dem Projektteam, Verbesserungen zu implementieren, um so die Attraktivität für Investoren zu erhöhen. Die Abgabe von Kaufangeboten erfolgt nach der Voranmeldung oder man investiert direkt gemäß der zur Verfügung gestellten Anleitung. Dies kann durch Whitelisting oder Vorregistrierungen geschehen. Das Projektteam bietet einen mit dem vorgestellten Projekt ein Versprechen an, das die Bedingungen der Transaktion, den Lebenszyklus des Projekts, die Zielinvestitionssumme und die Projekttermine beschreibt. Es schließt auch das zu handelnde Finanzinstrument ein, das bei Kryptowährungsprojekten in der Regel ein digitaler Token ist. Das Angebot definiert ferner die Regeln für die Nutzung von Token und die Rechte der Anleger. Das Projektteam gibt das Start- und Enddatum des jeweiligen Tokenverkaufs bekannt, der in mehreren Stufen erfolgen kann.

Eine Marketingkampagne oder PR-Kampagne ist inzwischen der Schlüssel zu einem erfolgreichen Initial Coin Offering. In den letzten Jahren ist die Zahl der jährlich durchgeführten Initial Coin Offerings sprunghaft angestiegen, was das Marketing zu einer echten Herausforderung gemacht hat. In der Krypto-Landschaft gibt es spezialisierte Marketing-Agenturen, die Unternehmen bei der Vermarktung ihrer Produkte an die Zielinvestoren unterstützen. Nach Abschluss der Vermarktungsphase beginnt der eigentliche Verkauf von Cryptocurrencies oder Token. Zu den beiden beliebten Verkaufskanälen der Unternehmen gehören u. a. Exchanges (Coin-Börsen). Die Mehrheit der Unternehmen bietet einen Frühkäuferrabatt in unterschiedlicher Höhe an, der bei mehrstufigen Angeboten schrittweise abnimmt. Entsprechend dem aktuellen Markttrend akzeptieren Unternehmen Zahlungen in der Form anderer Cryptocurrencies, wie Bitcoin oder Ether bzw. in einigen Fällen auch Fiat-Währungen.

Was Sind ICO Token?

Mit der Einführung von Bitcoins im Jahr 2008 und von Ether im Jahr 2014, gab es eine Krypto-Revolution. Token werden für den Initial Coin Offering erstellt. Sie sind der Durchbruch im Initial Coin Offering und ermöglichen unter anderem jedem Investor oder Projektteilnehmer einen Gegenwert zu geben. Durch die Entwicklung von Blockchains könnten Tokens dazu beitragen, die Zentralisierung des Internets umzukehren und es dadurch zugänglich, lebendig und fair zu halten, was zu mehr Innovation führen könnte.

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Was tue ich mit Initial Coin Offering-Token?

Jeder Token verkörpert ein handelbares Gut. Dies können z. B. Münzen, Punkte, Zertifikate, Gegenstände im Spiel usw. sein. Das bedeutet, dass Token auch ähnlich einer Aktie in einem Unternehmen verwendet werden können. Oder sogar, wie in den meisten Fällen, als Währungsmittel zum Handeln auf verschiedenen Börsen eingesetzt werden kann.Die Token werden oft verwendet, um Geld im Rahmen eines Crowdsales zu sammeln. Das ist der Grund, warum viele Menschen Initial Coin Offering-Token auch als Krypto-Vermögenswerte,Krypto-Assets und Krypto-Equity bezeichnen. Die Entwickler eines bestimmten digitalen Tokens können sich entscheiden, ihr Token auf einer Exchange zu veröffentlichen. Auf diese Weise sind die Anleger in der Lage, den erworbenen Token  zu verkaufen oder noch mehr zu erwerben, wenn Tokens durch das ursprüngliche Initial Coin Offering ausverkauft waren.

Krypto-Token führen derzeit eher noch ein Nischendasein und sind nicht unumstritten. Wenn sich die derzeitigen Trends fortsetzen, werden sie jedoch bald als Durchbruch bei der Gestaltung und Entwicklung dezentraler Systeme angesehen. Dies ist möglich, indem die gesellschaftlichen Vorteile mit den finanziellen und architektonischen Vorteilen von Blockchain kombiniert werden. Sie sind auch eine äußerst vielversprechende Entwicklung für diejenigen, die das Internet Unternehmern, Entwicklern und anderen unabhängigen Schöpfern zugänglich machen wollen.

Wann erhalte ich meine Tokens?

Diese Frage kann Dir direkt der ICO Betreiber selbst beantworten. In den meisten Fällen steht die Antwort bereits auf der Website des ICO Betreibers. Falls Du diese Information nicht findest, schreib das Unternehmen direkt über verschiedene Social Media Kanäle wie Twitter oder Telegram an. Erfahrungsgemäß erhälst Du Deine Tokens erst nachdem der ICO Sale abgeschlossen ist. Eine vorzeitige Herausgabe der Tokens sollte mit Vorsicht genossen werden da dies dazuführen kann, dass die Investoren bereits während eines laufenden ICO Sales ihre Tokens abstoßen,verkaufen und damit spekulieren wodurch ein möglicher Preis-dump (Preissturz) verursacht werden kann. Grundsätzlich kannst Du auch, nachdem Du Deine ETH (oder eine andere digitale Währung) an eine ICO-Wallet-Adresse geschickt hast, warten, bis der Crowdsale vorbei ist. Dann „beobachtest“ Du die Smart Contract-Adresse, die dem Token zugeordnet ist. Im Idealfall verwendest Du dazu eine entsprechende Wallet wie etwa Parity oder My Ether Wallet.

Das folgende Beispiel bezieht sich auf die Nutzung des beliebten und einfach zu bedienenden Online-Anbietes Parity. Zuerst meldest Du Dich auf der Website an, wo Du gebeten wirst, Ethereum (oder ein andere Währung) an Deine Walletadresse zu senden. Bereits hier kannst Du Hinweise auf die Seriösität des ICO-Anbieters erhalten. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn dieser Dich bittet, die Währung nicht von einer Exchange-Adresse, sondern von einer privaten Wallet aus zu versenden, da Exchanges nicht mit Smart-Contracts funktionieren.

Das ist der Grund, warum Du für den Tokenkauf von ICOs eine private Wallet benötigst. Bei Parity erstellst Du zum Beispiel ein neues Konto und sendest Deine Kryptowährung von Deinem Exchange zu Parity und dann von dort zu dem entsprechenden Smart-Contract des Coin Offering. Dann wartest Du, bis das Offering vorbei ist und der Emittent verkündet, dass Token-Abhebungen verfügbar sind.

Melde Dich nun bei Parity (oder anderen ähnlichen Diensten) an, gehe zu den Einstellungen, wähle dort den entsprechenden Vertrag und wähle die Option „Watch Token“. Du wirst dann nach der Netzadresse für den Vertrag gefragt. Entweder hat der Emittent dir diesen bereits zur Verfügung gestellt. Wenn nicht, gehe zu etherscan.io, suche nach dem Token, gehe auf deren Seite und finde dort die Vertragsadresse. Nun musst Du diese Adresse noch per Copy&Paste bei Parity einfügen, indem Du einen neuen Vertrag mit dieser Info zu hinzufügst. Wähle den Vertrag aus, wähle „Abfrage“ und finde so heraus, ob die Token in Deinem Wallet vorhanden sind. Der Prozess der Gutschrift der Token kann zwischen 24 Stunden und einer Woche nach Beendigung des Coin Offering dauern. Manchmal findest Du relevante Informationen dazu im Whitepaper zum Thema Krypto.

Eine ähnliche, allerdings leichtere Vorgehensweise, bietet MyEtherWallet. Bei MyEtherWallet hast Du die Möglichkeit ein Ethereum Wallet schnell und leicht zu erstellen. Sehr wichtig ist, dass Du Dein Private Key absicherst, welchen Du bei der Erstellung eines neuen Wallets bei MyEtherWallet erhälst. Gib Deinen Private Key niemals preis und druck Dir diesen am besten aus. Nur durch den Private Key hast Du einen Zugriff auf Dein Wallet und kannst Deine erhaltenen Tokens senden oder empfangen.

Der Werteaustausch

Ein Token ist eine Einheit des Wertwechsels innerhalb eines bestimmten Marktes, was zur Schaffung einer Transaktionswirtschaft zwischen Käufern und Verkäufern führt. Es handelt sich dabei um Funktionen, die es den Nutzern ermöglichen, Werte zu verdienen und für Dienstleistungen auszugeben. Sie können es durch aktive Arbeit (echte Arbeit und Aktionen) oder passive Arbeit (z. B. gemeinsame Nutzung von Daten) verdienen. Die Schaffung einer solchen Binnenwirtschaft ist zweifellos eines der wichtigsten Ergebnisse, das über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden muss.

Die Maut

Genauso wie die Maut für die Benutzung einer Autobahn kann der Token auch die Pay-per-Use-Schiene für den Einstieg in die Blockchaininfrastruktur oder die Nutzung des Produkts sein. Es kann sich dabei um Smart Contracts handeln, die eine bestimmte Funktion erfüllen wie zum Beispiel eine Kaution zu hinterlegen.

Die Funktion

Ein Token kann auch als Hebel zur Bereicherung der Benutzererfahrung verwendet werden, einschließlich grundlegender Aktionen wie das Beitreten zu einem Netzwerk oder die Verbindung mit Benutzern. Es kann auch als Anreiz genutzt werden, wenn es im Gegenzug für den Beginn der Nutzung eines Dienstes ausgegeben wird.

Die Währung

Der Token ist eine sehr effiziente Zahlungsmethode und ein vielseitiges Transaktionsmittel. Dies ist der Schlüssel für reibungslose Transaktionen innerhalb dieser geschlossenen Umgebungen. Zum ersten Mal können Unternehmen ihre eigenen Zahlungsabwickler sein, ohne die mühseligen oder kostspieligen Aspekte herkömmlicher finanzieller Abwicklungsoptionen. Token bieten eine wesentlich geringere Barriere für die Verarbeitung von End-to-End-Transaktionen innerhalb eines bestimmten Marktes. Eine gerechte Umverteilung des daraus resultierenden Mehrwerts ist Teil dessen, was Blockchainbasierte Modelle ermöglichen können. Unabhängig davon, ob es sich um Gewinnbeteiligung, Vorteilsteilung oder andere Vorteile (z. B. aus der Inflation) handelt, wird erwartet, dass alle Beteiligten an der positiven Entwicklung teilhaben.

Sind ICOs verboten?

Südkorea hat Initial Coin Offerings, die aufstrebende Methode der Mittelbeschaffung über Krypto-Token, wegen der Besorgnis über das Potential für Finanzbetrügereien verboten. Chinas Zentralbank war die erste Zentralbank, die Initial Coin Offerings, die auch als Token Sales bekannt sind, verboten hat, und nun folgt Korea diesem Beispiel. 

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Unternehmen aus der ganzen Welt haben in den vergangenen Jahren bisher über Initial Coin Offerings mehr als 1,8 Milliarden Dollar gesammelt, was den Verkauf einer neu geprägten Krypto-Münze auf Basis von Ether zur Finanzierung der Entwicklung eines Produkts beinhaltet. Der Raum ist nicht wie die üblichen Finanzmärkte reguliert, und das hat weit verbreitete Kritik auf sich gezogen, weil er das Potenzial hat, Investoren zu täuschen, die in keiner Weise akkreditiert werden müssen.

Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt, darunter die USA, Singapur, Hongkong und Großbritannien, haben Unternehmen, die ein Initial Coin Offering in Erwägung ziehen, davor gewarnt, gegen Wertpapiergesetze zu verstoßen. Diejenigen, die investieren, wurden davor gewarnt, ihr Geld zu verlieren. Es gab vielversprechende Projekte – einschließlich des Zahlungsnetzwerks Omise Go und der Entwicklerplattform von Kik – aber es gibt noch viele problematische Initial Coin Offerings. Erst unlängst wurde ein bekannter Gangster aus Hongkong mit einem $500 Millionen Casino Initial Coin Offering in Macau in Verbindung gebracht. Zudem gelang es einer Parodiemünze namens „Useless Ethereum Token“, Anfang des vergangenen Sommers fast 90.000 Dollar von den Anlegern zu erhalten.

Die in China in jüngster Zeit erlassenen Verordnungen haben dazu geführt, dass Korea einen zunehmenden Anteil des globalen Kryptowährungshandels ausmacht. Es wird angenommen, dass der Anteil Chinas von über 90 Prozent in den Vorjahren auf heute knapp über 10 Prozent gesunken ist, wobei Korea, Japan und die USA als neue Handelsplätze hinzukamen.

Was ist ein ICO Pre-Sales?

 Wie der Name schon sagt, ermöglicht ein Pre-Initial Coin Offering den Anlegern, vor dem offiziellen Crowdsale Token zu kaufen. In den meisten Fällen generieren diese Pre-Initial Coin Offerings einen viel kleineren Geldbetrag und bieten Token zu einem niedrigeren Preis mit einem erheblichen Bonus an. 

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Genauer gesagt ist es nicht ungewöhnlich, einen Pre-Initial Coin Offering mit einem Bonus von 40% oder mehr im Vergleich zum späteren Initial Coin Offering-Preis zu finden.

Wenn ein Projekt einen Pre-Initial Coin Offering-Token-Verkauf startet, müssen die Projektbeteiligten ihre Sorgfaltspflicht erfüllen. Transparenz über die gesammelten Gelder und die Anzahl der ausgegebenen Token ist von größter Bedeutung. Ein negativer Nebeneffekt von Pre-Initial Coin Offerings ist, dass Investoren oft schon zu Initial Coin Offering-Preisen verkaufen, sobald ein Token an einer Börse gelandet ist. Dabei machen sie immer noch einen sehr großen Gewinn und beschränken den Preis des Tokens. Ein Pre-Initial Coin Offering ist eine erstaunliche Investitionsmöglichkeit für einen schnellen Gewinn, aber es kann die Anziehungskraft und Glaubwürdigkeit des Projekts verletzen, wenn große Mengen von Token zu niedrigen Preisen verkauft werden.

Nachteile der Investition in Pre-Initial Coin Offerings

Ein unangenehmer Nebeneffekt des Initial Coin Offering-Vorverkaufs ist jedoch, dass frühe Anleger oder Adopter dazu neigen, Token zu halten, sobald sie an der Börse handelbar werden. Sie verkaufen die Token dann oft zum Initial Coin Offering-Preis, obwohl sie die sie für weniger als den Preis des Haupt-Initial Coin Offerings erhalten haben. Auf diese Weise erzielen sie erhebliche Gewinne, und der Wert des Projekt-Token wird anschließend nach unten gedrückt.

Was besagt die Roadmap?

Eine Roadmap ist ein Plan, der kurz- und langfristige Ziele mit spezifischen Technologielösungen in Einklang bringt, um diese Ziele zu erreichen. Es handelt sich um einen Plan, der für ein neues Produkt oder Verfahren oder eine neue Technologie gilt.

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Die Entwicklung einer Roadmap hat drei Hauptnutzungen. Sie hilft dabei, einen Konsens über eine Reihe von Bedürfnissen und Technologien zu erzielen, die zur Befriedigung dieser Bedürfnisse erforderlich sind; sie bietet einen Mechanismus zur Prognose der Technologieentwicklungen und einen Rahmen für die Planung und Koordinierung der Technologieentwicklungen. Der Technologie-Roadmapping-Prozess verläuft in drei Phasen: Vorarbeiten, Entwicklung der Roadmap und Follow-up-Phase. Da der Prozess für ein Modell zu groß ist, werden die Phasen separat modelliert. In den Modellen werden keine unterschiedlichen Rollen gebildet, denn alles wird von den Teilnehmern als Gruppe erledigt.

Phase 1: Vorphase

In dieser Phase müssen die wichtigsten Entscheidungsträger erkennen, dass sie ein Problem haben und dass ihnen die Technologie-Roadmaps bei der Lösung des Problems helfen können.

Phase 2: Entwicklungsphase

In diesem Schritt werden die gemeinsamen Produktbedürfnisse identifiziert und von allen Beteiligten abgestimmt. Dies ist wichtig, um die Akzeptanz aller Gruppen für den Prozess zu erhalten. Im Falle der Unsicherheit des Produktbedarfs kann mit Hilfe einer szenariobasierten Planung der gemeinsame Produktbedarf ermittelt werden. Sobald entschieden ist, was in der Roadmap enthalten sein muss, können die kritischen Systemanforderungen identifiziert werden; sie bilden den Gesamtrahmen für die Technologie-Roadmap. Die Anforderungen können Ziele wie Zuverlässigkeit und Kosten haben.

Phase 3: Nachbereitungsphase

Dies ist der Moment, in dem die Roadmap kritisiert, validiert und hoffentlich von der Gruppe akzeptiert werden muss, die an der Umsetzung beteiligt ist. Dazu ist ein Plan erforderlich, der mit Hilfe der Technologie-Roadmap entwickelt wurde. Als nächstes muss es einen periodischen Review- und Update-Punkt geben, denn die Bedürfnisse der Teilnehmer und der Technologien entwickeln sich weiter.

Was ist ein Whitepaper?

Ein Whitepaper wird von einem Akteur vorbereitet, bevor eine neue Token-Währung eingeführt wird. Es beschreibt alles, was Kunden und Anleger über die Währung wissen müssen, bevor sie sich dazu entscheiden, in sie zu investieren, sie zu kaufen oder zu verwenden.

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Dazu gehören kaufmännische, technologische und finanzielle Details eines neuen Coins in einer Sprache, die von jemandem verstanden werden kann, der kein Experte auf dem Gebiet ist. Das Whitepaper ist ein zentraler Bestandteil des Initial Coin Offerings.

Ein Whitepaper ist ein Dokument, das in der Regel veröffentlicht wird, bevor ein neuer Token eingeführt wird. In der Regel werden in diesem Papier die Ziele eines Projekts und die Technologie, die es unterstützt, erläutert. Der Gründer des Bitcoins Satoshi Nakamoto veröffentlichte zum Beispiel ein Whitepaper über die Blockchaintechnologie. Die Lektüre des Whitepapers lässt die Menschen verstehen, welche Technologie dieses Projekt zu bieten hat. Es bestimmt auch den Erfolg des Coins.

Der Begriff wurde erstmals 1922 von Winston Churchil erwähnt. Heute bezeichnet der Begriff Whitepaper eine kurze Beschreibung des Projekts, des Teams, der aktuellen Leistungen, einiger Links, der Roadmap und der Art und Weise, wie das Team die Token (in der Regel in Etappen) zu erhöhen plant. Sie können an einer Roadmap die Wahrscheinlichkeit für den zukünftigen Erfolg des Teams ablesen und ermitteln.

Was ist ein ICO-Bounty?

Ein Bounty ist eine Belohnung, die für das Erledigen einer sehr spezifischen Aufgabe vergeben wird. Im „Wilden Westen“ setzte die Regierung ein Kopfgeld auf die Gefangennahme von Kriminellen. Dieses Konzept wird heute häufig im Kontext von Online-Marketing, Softwareentwicklung und Beratung eingesetzt.

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Was ist ein Bounty Hunter?

Im „Alten Westen“ war ein Kopfgeldjäger eine Person, die Flüchtige und Kriminelle für eine Geldprämie (Bounty) gefangen nimmt. Heute erfüllen Kopfgeldjäger Aufgaben im Austausch gegen Kopfgeld. Das Kopfgeld wird in der Regel in einer Kryptowährung ausgezahlt, wenn die Bounty-Aufgabe erfolgreich abgeschlossen ist. Kopfgeldjäger reichen normalerweise Ihre Arbeit ein und erhalten dann eine Zahlung, wenn die Arbeit genehmigt ist.

Initial Coin Offering Bounty-Kampagnen.

Im Initial Coin Offering-Bereich ist ein Kopfgeldprogramm ein Angebot vieler Blockchain-Startups, das es den Nutzern ermöglicht, eine Vergütung für Marketing-Aufgaben, die Meldung von Fehlern oder die Verbesserung eines Produkts oder einer Dienstleistung zu erhalten. Blockchain-Start-Ups, die einen Crowdsale planen, weisen oft einen Prozentsatz ihrer gesamten Token einer solchen Kampagne oder einen festen Betrag zu. Es gibt selten irgendwelche Eintrittsbarrieren und das Einzige, was ein Kopfgeldjäger tun muss, um daran teilzunehmen, ist einen Link zu seiner Arbeit einzusenden. Diese Einsendung wird dann vom Admin der Kampagne geprüft, der entscheidet, ob die Einsendung eine Belohnung verdient oder nicht.

Beliebte Bounty-Aufgaben

Bounty-Aufgaben reichen von einfachen Social Media Promotions bis hin zu hochtechnisierten Bug Bounties. Hier ist eine Liste mit einigen der populärsten Kopfgelder, sortiert nach der durchschnittlichen Auszahlung in abnehmender Reihenfolge.

  • Bug-Prämien
  • YouTube-Prämien
  • Belohnung für die Erstellung von Artikeln und Inhalten
  • Übersetzungsprämien
  • Verbesserungsprämien
  • Bitcointalk Signatur-Prämien
  • Facebook-Prämien
  • Twitter-Prämien

Vor der Teilnahme an einem Bountyprogramm sollten Bounty-Jäger das Projekt, das die Bounty-Kampagne durchführt, analysieren und sich mit diesem vertraut machen. Es hat keinen Sinn, Millionen von Token als Kopfgeldbelohnungen zu erhalten, wenn sie nichts wert sind oder wenn das Team wahrscheinlich keine Belohnungen an Kopfgeldjäger verteilt.

Was ist ein ICO Bonus?

Hierbei handelt es sich um abgestufte oder einmalige, in einem begrenzten zeitlichen Rahmen unmittelbar vor dem Initial Coin Offering eines Anbieters angebotene Zusatzprämien.

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Anleger, die sich bereits vor dem Beginn der Initial Coin Offering Phase für eine Investition entscheiden, erhalten für Ihre Investition eine vorher vereinbarte Bonusleistung, meist in der Form zusätzlicher Tokens. Je früher eine Investition zugesagt wird, desto höher fällt der Bonus aus. Wie hoch dieser Bonus sein kann variiert je nach Sales Phase (Private-, Pre- oder Main Sale) und ICO. Wenn ein ICO Betreiber beispielsweise einen Bonus in Höhe von 30 % anbietet würde die Rechnung wie folgt aussehen

Dein Investment: 1 Ethereum (ETH)
Token-Preis pro ETH: 0,001 ETH
Anzahl der zu erhaltenden Tokens: 1000 Stk.
Bonus in Token: 300 Stk.
Gesamtanzahl an Tokens: 1300 Stk.

Hier noch eine Veranschaulichung in Fiat-Währung, also in USD oder EURO:

Dein Investment: 1000 USD/Euro
Token-Preis: 1 USD/Euro
Anzahl der zu erhaltenden Tokens: 1000 Stk.
Bonus in Token: 300 Stk.
Gesamtanzahl an Tokens: 1300 Stk.

Somit hättest Du 300 Tokens, also Anteile, noch oben drauf auf Dein Investment. Wie bereits in der Frage “Was Ist Ein ICO Pre-Sales?” erläutert, kann ein zu hoher Bonus auch ein Nachteil sein da größere Investoren möglicherweise die Tokens mit viel Gewinn abstoßen können nach Börsengang wodurch ein sogenannter “Dump”, also eine Wertminderung der Tokens eintritt. In der Regel erhalten, insbesondere in der Private- oder Pre-Sales Phase, Investoren einen höheren Bonus. Also achte immer darauf, dass Du einer frühen Phase beim ICO Sales einsteigst und Dein Investment tätigst, natürlich unter der Berücksichtigung, dass der Bonus nicht all zu hoch ist. Erfahrungsgemäß ist ein Bonus unter 30 % optimal. Bonus-Staffelungen Höher als 40 % können eher zu einen Preis-Dump führen.

Hard-und Soft Cap?

Ein Hardcap ist definiert als der Höchstbetrag, den ein Crowdsale erhalten darf. Die meisten Projekte setzen eine sehr hohe Obergrenze, die nur selten erreicht wird. Nur sehr berühmte Projekte haben die selbst festgelegte Grenze jemals erreicht. Ein Soft-Cap ist der Betrag, bei dem Dein Crowdsale als Erfolg gewertet wird. Es ist der Mindestbetrag, der für Dein Projekt erforderlich ist. Wenn Du diesen Betrag während des Initial Coin Offerings nicht erreichst, wirst Du den Anlegern erlauben, ihren Beitrag zurückzuziehen.

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Capped First-Come First-Served

Eine festgelegte Anzahl von Token wird zu einem festen Preis verkauft, und zwar auf der Basis „Wer zuerst kommt, wird zuerst bedient“, bis alle Token verkauft sind. Es gibt eine Obergrenze für den Betrag, der erhoben wurde (ausgedrückt als Obergrenze für die Anzahl der zu verkaufenden Token). Insider (d. h. Stiftungen, Investoren und/oder Entwickler) sowie Projektbeteiligte erhalten einen festen Prozentsatz des gesamten Token-Angebots. Dies ist die häufigste Struktur, die bisher bei Token-Verkäufen verwendet wird. Einige Verkäufe bieten einen Rabatt für einen begrenzten Zeitraum, um eine frühzeitige Teilnahme zu fördern. In der gegenwärtigen Situation ist dies jedoch für die meisten Token-Verkäufe unnötig.

Uncapped (selten angewandte Methode)

Eine unbegrenzte Anzahl von Token wird über einen längeren Zeitraum zu einem Festpreis verkauft Jeder Käufer kann so viele Token kaufen, wie er möchte. Es gibt keine Begrenzung des zu sammelnden Betrags. Insider und Projektbeteiligte erhalten einen festen Prozentsatz des gesamten Tokenangebots.

Capped Auction

Käufer bieten einen gewünschten Preis. Eine variable Anzahl von Token werden tatsächlich zu dem niedrigsten erfolgreichen Gebotspreis im Verhältnis zu den Gesamtausgaben der Erwerber verkauft. Dies kann eine sogenannte holländische Auktion oder eine Blindauktion sein. Es gibt eine Obergrenze für den aufzubringenden Betrag. Auch hier erhalten Projektbeteiligte einen variablen Prozentsatz des gesamten Tokenangebots, je nachdem, wie viele Token im freien Verkauf abgegeben werden.

Ungekappte Auktion (selten angewandte Methode)

Käufer bieten einen gewünschten Preis und eine gewünschte Anzahl von Token. Eine feste Anzahl von Token wird in absteigender Preisreihenfolge an die Bieter verkauft, bis alle Token verkauft sind. Es erfolgt keine Begrenzung des zu erreichenden Betrags. Projektbeteiligte erhalten einen festen Prozentsatz des gesamten Tokenangebots.

Kappung mit Re-Distribution

Käufer bieten auf eine gewünschte Gesamtausgabenzahl. Eine festgelegte Anzahl von Token wird zu einem festen Preis verkauft, im Verhältnis zu den versprochenen Gesamtausgaben jedes Käufers. Zu viel gezahlte Beträge werden zurückerstattet und es gibt eine Obergrenze für den Betrag, der eingenommen werden soll – ausgedrückt als Obergrenze für die Anzahl der zu verkaufenden Token. Projektbeteiligte erhalten einen festen Prozentsatz des gesamten Tokenangebots. Diese Struktur garantiert, dass jeder in gewissem Maße teilnehmen kann. Wenn der Verkauf jedoch überzeichnet ist, erhalten die Käufer weniger Wertmarken als sie kaufen wollten und eine teilweise Rückerstattung der Zahlung.

Kappung mit Paketlimit

Eine festgelegte Anzahl von Token wird zu einem festen Preis verkauft, und zwar auf der Basis „first-come-first-served“, bis alle Tokens verkauft sind. Es gibt eine Begrenzung des Gesamtbetrags, den jeder Käufer kaufen kann. Dies wird dadurch erreicht, dass die Menge jeder eingehenden Transaktion begrenzt wird und es für einen einzelnen Käufer schwierig wird, mehrere Transaktionen zu versenden – zum Beispiel durch die Generierung eindeutiger Codes für jeden Käufer auf eine Art und Weise, die für Käufer schwierig zu automatisieren ist. Es gibt eine Obergrenze für den Betrag, der eingenommen werden soll; auch hier wieder ausgedrückt als Obergrenze für die Anzahl der zu verkaufenden Token. Projektmitglieder erhalten einen festen Prozentsatz des gesamten Tokenangebots.

Solltest Du in ICOs investieren?

Ist die Investition in Initial Coin Offerings das Richtige für Dich? Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig zu beachten, dass sich die Anlagestile von Mensch zu Mensch unterscheiden. In erster Linie werden werden Investoren durch ihre finanziellen Anforderungen und ihr Verständnis zur Krypto-Welt beeinflusst. Wenn Deine finanzielle Situation solide ist und Du planst, in Cryptocurrencies zu investieren, könnte dies die richtige Gelegenheit für Dich sein.

Hier sind einige Tipps, um in Initial Coin Offerings zu investieren:

Finanzielle Erwartungen festlegen

Der erste und wichtigste Schritt ist es, Deine Erwartungen an Cryptocurrencies zu ermitteln. Setze Dir ein Anlageziel und erstelle eine entsprechende Kaufstrategie. Zum Beispiel investieren manche Personen breit gestreut und langfristig, andere wiederum lieber in wenige Projekte mit kurzfristigem Anlagehorizont.

Recherche und Kenntnis der Initial Coin Offerings

Initial Coin Offerings basieren auf der Blockchain-Technologie, die relativ neu ist. Daher ist es wichtig, ausreichend Recherche zu betreiben und zu verstehen, in was man tatsächlich investiert. Zusätzlich ist eine vollständige Prüfung des Initial Coin Offerings ein Muss, bevor die ersten Gelder fließen. Um hier die passende Hilfestellung zu geben, haben wir daher für Dich als Investor diese Wissensplattform erstellt. Denn genau darum geht es doch. Man muss vorher prüfen was hinter solch einem ICO steckt und abwägen, ob es seriös und erfolgsversprechend klingt. Auf unserer Wissensplattform fassen wir wichtige Informationen auf verschiedenen Sprachen zusammen und bieten der Leserschaft an, Ihre Meinung und Bewertung ebenfalls abzugeben.

Rechtliche Risiken

Im Gegensatz zum aktuellen regulatorischen Umfeld von Aktien, könnten staatliche Behörden Initial Coin Offerings zukünftig überprüfen. Damit könnte sich  möglicherweise vieles ändern und nicht auf die gleiche Weise wie bisher durchgeführt werden.

Investiere nur, was Du Dir leisten kannst, zu verlieren

Erliege nicht dem aktuellen Wildwestfieber um Cryptocurrencies und Initial Coin Offerings. Investiere nur, was Du Dir leisten kannst. Beginne mit einer kleinen Menge und bewege Dich langsam vorwärts.

Wie in ICOs investieren

Um sich in ein Initial Coin Offering einzukaufen, benötigst Du Token einer Kryptowährung und eine Krypto-Wallet. Obwohl jede Kombination von Kryptowährung und Wallet für ein gegebenes Initial Coin Offering angefordert werden kann, benötigt man in vielen Fällen speziell für Ether basierende ICOs und zum Beispiel eine MyEtherWallet, weil viele Initial Coin Offerings token-basierte Systeme sind, die auf der Ether-Blockchain aufgebaut sind.

Wichtig ist, dass Du Deine Investition aus Wallets sendest für Du den private key besitzt, wie es z.B. beim MyEtherWallet der Fall ist. Schick niemals Deine Investition von einer Börse / Exchange da dies zum Verlust Deiner Investition führen kann.

Warnung: Es gibt viele Initial Coin Offerings, die aktuell auf den Markt kamen. Es sind jedoch nicht alle unbedingt seriös. Von den seriösen werden nur wenige Erfolg haben. Wenn es riskant ist, in Kryptowährungen mit hohen Marktkapitalisierungen zu investieren, und auch in Coins mit niedrigen Marktkapitalisierungen, ist es noch riskanter, in Initial Coin Offerings zu investieren. Das soll nicht bedeuten, dass man nicht investieren sollte, aber es ist ratsam, dass man seine Hausaufgaben macht und für bestimmte Initial Coin Offering-Investitionen vorbereitet sein sollte, um sein Geld nicht zu verlieren.

Allgemeine Ratschläge zu Initial Coin Offerings

Mit der obigen Warnung im Hinterkopf, ist es eine gute Idee für vorsichtige Investoren, das Initial Coin Offering zu überspringen und abzuwarten, bis der Token/die Kryptowährung gestartet und an einer oder zwei Exchanges notiert ist, um sie zu kaufen. Einige Coins erreichen sofort Hochststände und natürlich besteht hier ein Risiko für Anleger, auf große Gewinne zu verzichten. Einige Initial Coin Offering-basierte Coins verlieren jedoch an Wert oder bleiben monatelang stabil, bevor etwas Bedeutendes passiert. Die Preisentwicklung hängt von vielen Faktoren ab und daher macht es Sinn vorausschauend in ein ICO betreibendes Unternehmen zu investieren.

Ethereum selbst war ein Initial Coin Offering. Ethereum ist wahrscheinlich das beste Beispiel für ein erfolgreiches Initial Coin Offering. Aber selbst das hat eine Weile gedauert, bis der Initial Coin Offering-Preis zu großen Gewinnen geworden ist. Mit anderen Worten, Du hättest das erste Angebot überspringen und früh einkaufen und trotzdem recht gut abschneiden können.

TIPP: Speziell für auf Ether basierende Initial Coin Offerings benötigst Du in der Regel eine ERC20 Wallet, d. h. eine E-Wallet, welche Art von Token enthält, die Du verwendest.

Alle Initial Coin Offerings sind unterschiedlich. Es gibt keine Regeln, die in Stein gemeißelt sind. Einige Initial Coin Offerings sind nicht auf der Ether-Plattform, aber die überwältigende Mehrheit ist es. Um der Einfachheit willen werden wir uns hier nur auf diese beziehen. Ganz einfach ausgedrückt, lief der Prozess des Initial Coin Offering-Handels zunächst wie folgt ab: Man schickte Ether-Coins an eine ICO Adresse, und nachdem die Initial Coin Offerings abgeschlossen waren, erhielt man Token in einer Menge, die proportional zur Menge des Ethers ist, den man geschickt hatte. Aber als die Popularität der Initial Coin Offerings stieg, so stiegen auch die Betrügereien. Ein typisches Initial Coin Offering wird nun wie folgt aussehen.

Erster Schritt

Du meldest Dich über die Webseite des jeweiligen Projekts für das Initial Coin Offering an. Einige Initial Coin Offerings benötigen keine Registrierung. Dies könnte bereits ein schlechtes Zeichen sein, muss es aber nicht. Es ist immer noch möglich, dass es sich um ein legitimes Projekt handelt. In letzter Zeit haben die meisten hochkarätigen Initial Coin Offerings von den Benutzern verlangt, dass sie sich zumindest in irgendeiner Form registrieren lassen. Manchmal werden sogar Scans Ihres Reisepasses oder eines ähnlichen Dokuments eingefordert. Man hat mit dieser Vorgehensweise den Prozess der Banken als sogenannten “Know Your Customer” übernommen und wappnet sich damit vor möglichen Risiken oder rechtlichen Änderungen. In einigen Fällen wirst Du auch gebeten, eine Adresse anzugeben, an die Du die Initial Coin Offering-Token erhalten möchtest. Stelle sicher, dass Du eine Parity/MEW Ether-Adresse angibst, bei der Du den private key persönlich kennst.

Zweiter Schritt

Wenn das Initial Coin Offering startet, schicke etwas Ether an die Adresse auf der Initial Coin Offering-Webseite. Die Initial Coin Offering-Webseite verfügt in der Regel über einen Countdown und ein klar angegebenes Datum mit Uhrzeit, ab dem Du Coins senden kannst. Transferiere Ether-Coins nicht bevor oder nachdem das Initial Coin Offering beendet ist. Manchmal sind Initial Coin Offerings auf einen bestimmten Betrag begrenzt (z. B. 10 ETH pro Person). Sei sehr vorsichtig, wenn Du Deine Coins sendest. Überprüfe die Initial Coin Offering-Adresse dreifach, bevor Du etwas versendest. Einige hochkarätige Initial Coin Offerings haben Tausende von Leuten, die Ether gleichzeitig senden. Das Ether-Netz kann überlastet werden, und Transaktionen können eine Weile dauern. Du kannst den Status Deiner Transaktion überprüfen, indem Du die Adresse von Ether, die Du sendest, an diese Adresse anhängst: “https://etherscan.io/address/”.

Stelle sicher, dass Du den richtigen Gas-Preis und das Gas-Limit einstellst – Gas ist der zusätzliche Ether, den Du für eine Ether-Transaktion bezahlen musst, um durchzukommen. Diese sind in der Regel auf der Webseite des Projekts dargestellt. Mach Dich nicht verrückt deswegen und investiere zu große Summen; Gas ist nur ein anderer Name für Ether und je größer diese Zahlen sind, desto mehr Ether zahlst Du für eine Transaktion. Halte Dich immer an die Vorgaben des ICO Betreibers wie hoch Dein Gas und Gwei am besten ausshene sollten.

Dritter Schritt

Per Initial Coin Offering-Bedingung erhältst Du nun die Token an Deine Adresse. Dies kann eine Weile dauern; manchmal werden die Token sofort versendet, manchmal kann es Wochen, Monate oder sogar länger dauern, in der Regel aber unmittelbar nach Finanzierungsende. Wenn Du die Token erhältst, sind sie möglicherweise nicht sofort handelbar. Dies hängt vom Smart Contract innerhalb des Tokens ab. Diese Details werden meist auf der Webseite des Projekts veröffentlicht.

Manchmal geht jedoch auch etwas schief – oder scheint schiefgegangen zu sein. Während eines Initial Coin Offering kann es zu Verzögerungen kommen, Termine können sich verschieben. Konsultiere andere Investoren in sozialen Kanälen. Wenn es wirklich so aussieht, als ob mit deiner Investition etwas nicht stimmt, wende dich bitte direkt an das Initial Coin Offering-Team via Telegram, Email oder Twitter, das Dir weiterhelfen kann. Auf der anderen Seite gibt es Beispiele dafür, dass Initial Coin Offering-Webseiten gehackt werden oder sogar ganze Initial Coin Offerings Betrügereien sind.

Wie riskant sind ICOs?

Die meisten Whitepapers verlangen einen Beitrag statt einer Investition. Diese Terminologie wird verwendet, weil Investoren bestimmte Rechte haben, während Mitwirkende keine haben. Die Spender geben eine Spende, d. h. sie erwarten keine Gegenleistung.

1. Steuerliches Risiko

Steuerlich ist das Thema im Bereich Cryptocurrency noch nicht 100% definiert, womit die ICO-Gründer sowie Anleger sich viele Fragen stellen, wie beispielsweise:
Ist die Einbringung in ein Initial Coin Offering ein steuerpflichtiges Ereignis in meinem Steuerdomizil? Welche Art von Steuerereignis tritt ein, wenn sich Beitragszahler von einem Initial Coin Offering trennen? Bewusste Anleger vermeiden Probleme mit dem Finanzamt. Sollte die Mehrwertsteuer gezahlt werden, wenn man von einem Krypto-Token Dividenden erhält? Können Verluste aus dem Initial Coin Offering-Beitrag steuerlich verrechnet werden? Was passiert, wenn Anleger mit Wohnsitz in einer bestimmten Jurisdiktion einen Beitrag leisten, obwohl sie laut Gesetz nicht investieren durften? Kommen Renditen von Initial Coin Offerings für Investitionsanreize in Start-ups in Frage?

2. Initial Coin Offering – Risiken im Zusammenhang mit Regulierungen

Irgendwann werden die Regulierungsbehörden Initial Coin Offerings wahrscheinlich regulieren, doch was geschieht mit Tokens, die bereits von früheren Initial Coin Offerings gekauft wurden? Werden Anleger Schwierigkeiten haben, ihre Initial Coin Offering-Token an andere Personen zu verkaufen, wenn die neuen Vorschriften greifen?

3. Haben Initial Coin Offering-Dokumente eine Rechtsgrundlage?

Die meisten Initial Coin Offerings haben ein Äquivalent zu einem “Investmentprospekt”; dies geschieht in Form einer Webseite, eines Whitepapers und von FAQ. Doch sind diese Dokumente gleich einem Vertrag zwischen den Token-Ausgebern und den Token-Inhabern? Welches Gericht würde solche Dokumente als Grundlage für einen Rechtsstreit akzeptieren? Unter welche Rechtsordnung würde eine bestimmte Initial Coin Offering fallen? Das Whitepaper und die Webseite können im Handumdrehen modifiziert werden; nur wenige implementieren eine Versionskontrolle. Dies könnte zu Schwierigkeiten bei rechtlichen Auseinandersetzungen führen. Können Token-Inhaber die Autoren des Whitepapers rechtmäßig anfechten, wenn das Whitepaper und die Roadmap nicht eingehalten werden? Ist ein Token ein Wertpapier mit einem anderen Namen, und in diesem Fall, was ist die Verantwortung der Token-Aussteller und was sind die Rechte der Token-Inhaber?

4. Beziehung zwischen den Tokenhaltern und der Ausgabegesellschaft

Welche Gesetze schützen Anleger in der Rechtsordnung, in der die Emittenten eingetragen sind? Was passiert, wenn das Unternehmen, das die Token ausgegeben hat, verkauft wird? Haben die Inhaber von Token unter der neuen Verwaltung irgendwelche Rechte? Kann der Vorstand die auf der Webseite und im Whitepaper enthaltenen Aussagen zu Beginn, während oder nach dem Initial Coin Offering zurückweisen? Kann der Tokenaussteller mehr Token ausgeben, obwohl er angegeben hat, dass er dies nicht tun werde? Wenn doch mehr Token ausgegeben werden, kann die Ausgabe dann von den Tokenhaltern gerichtlich angefochten werden?

5. Geschäftliche Initial Coin Offering-Risiken

Geistiges Eigentum wird in Whiteoapers nicht angemessen berücksichtigt, die Erfindungen und Vermögenswerte, für welche die Markeninhaber bezahlt werden, sind oft rechtlich nicht geschützt. Die Wettbewerbssituation in den meisten Whitepapers wird als passives Gebilde charakterisiert, das nicht auf den Wettbewerb reagieren wird. Das ist unrealistisch, vor allem wenn man das Geschäftsmodell von Whitepapers mit Unternehmen vergleicht, die schon seit Jahrzehnten existieren. Diese Unternehmen verfügen über die Systeme, um Gegenstrategien gegen jede Bedrohung zu entwickeln, die in ihrem Markt auftritt. Viele Initial Coin Offering-Projekte unterschätzen die regulatorischen Herausforderungen und die finanziellen Belastungen, die für die Umsetzung ihres Geschäftsmodells in ein tragfähiges Geschäft erforderlich sind. Das Fehlen dieser Punkte sollte ein Warnhinweis für den potenziellen Initial Coin Offering-Mitwirkenden sein.

6. Risiken für Investoren und Beteiligte von Initial Coin Offerings

Ein Hauptrisiko ist das fehlende Wissen eines Investors/ Anlegers darüber, wie die Initial Coin Offering-Token bewertet, gekauft und verkauft werden können. Anleger, die nicht den unternehmerischen Scharfsinn bezüglich Geschäftsmodell, Branche und Team besitzen, können die wahren Chancen und Risiken eines bestimmten Initial Coin Offering falsch einschätzen. Auch die Angst, “nicht dabei zu sein”, ist ein entscheidender Faktor. Dieses Gefühl vermindert die Fähigkeit der Mitwirkenden, rationale Investitionsentscheidungen zu treffen. Die Idee der digitalen Knappheit und das Gefühl des Ausgelassenseins kann zu falschen Investitionsentscheidungen und Verlusten führen. Die Beteiligung an einem Initial Coin Offering bedeutet, dass diese Mittel nicht für andere Initial Coin Offerings oder Investitionen zur Verfügung stehen.

7. Initial Coin Offering-Strukturrisiken

Initial Coin Offerings schließen eine Gründerprämie in die Distribution ein. Diese Gebühr zahlen die Anleger an den Gründer für die Idee, das Initial Coin Offering und den Start und Betrieb des Projekts. Die Belohnung des Gründers ist die Anzahl der Token, die die Gründer vom Initial Coin Offering erhalten. Die Gründer zahlen nicht für diese Token. Zum Beispiel: wenn ein Initial Coin Offering 100 Token ausgibt, werden 90 davon für Mitwirkende zur Verfügung stehen, die Gründer erhalten die restlichen 10 Token oft gratis. Das ist die Belohnung des Gründers. Dies ist eine Verwässerung des Beitrages, als Honorar für die Idee und den Aufbau des Projektes.

Manchmal herrscht jedoch Verwirrung darüber, wie die Gründer Initial Coin Offering-Gelder einsetzen werden. Beispielsweise kann die Gründerprämie mit anderen Themen wie Marketing und Gehältern für Mitarbeiter gemischt werden, was es schwieriger macht abzuschätzen, wie viel Geld für die Mitwirkenden tatsächlich arbeitet und wie viel Geld in die Taschen der Gründer fließt.

Auch das Thema der “Undeclared Salaries” ist hier von Bedeutung. Bis heute hat noch kein einzige Whitepaper die Gehälter der Gründer vollständig offengelegt. Dies könnte eine Form einer “versteckten” zweiten Gründerbelohnung sein. Unveröffentlichte Finanzdokumente sind eine weitere “Grauzone”. Das erschwert den Tokenhaltern die Analyse des Geschehens hinter den Kulissen.

8. Initial Coin Offering Team-Risiken

Teams ohne reale Geschäftserfahrung, die ein Initial Coin Offering organisieren, lassen einen an die Dotcom-Blase denken. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Erstellen eines Krypto-Projektes und einem realen Unternehmen. Die meisten Whitepapers basieren auf den Zukunftsmöglichkeiten der Token und nicht auf der Performance der Vergangenheit. Die einzige Verbindung zur Vergangenheit ist die Reputation und Erfahrung der Gründer, die Branchenstatistik und der Erfolg von Unternehmen, die sich im gleichen Markt befinden. Anonyme Teammitglieder haben den Luxus, viele Leistungen zu beanspruchen, die schwer zu verifizieren oder zu falsifizieren sind.

9. Initial Coin Offering-Token-Risiken

Die Token können gestohlen werden oder Token können verloren gehen. Online und Offline Wallets können gehackt und die Token im Inneren gestohlen werden. Die verwendete Online-Geldbörse kann gehackt werden. Der Smart Contract, auf dem der Token basiert (Ether, Waves), kann sich einer Vielzahl von Herausforderungen ausgesetzt sehen, wie z. B. Denial-of-Service-Angriffe, hohe Gebühren, regulatorische Herausforderungen.

10. Risiken nach dem Initial Coin Offering

Viele Token-Aussteller reduzieren ihre Kommunikation mit den Token-Inhabern nach dem Initial Coin Offering. Jeder Tag, der ohne Nachrichten vergeht, reduziert den Wert der ausgegebenen Token. Die Produkte, die entstehen, könnten auch obsolet werden, weil andere Initial Coin Offerings eine bessere Idee haben.

Welches Wallet benötige ich?

Hier eine deutliche Warnung: Investiere NICHT in Initial Coin Offerings von einer Börse/Exchange aus. Du wirst dein Geld verlieren.

Warum? Dies hängt mit der Arbeitsweise von Smart Contracts in Initial Coin Offerings zusammen. Die Adresse, durch welche Ether an die Initial Coin Offering-Vertragsadresse geschickt wurde, ist dieselbe Adresse, die auch die ERC20-Token erhalten wird, und deine Gelder werden nicht in einer permanenten Wallet an einer Börse gespeichert. Du musst deine eigene Walletadresse verwenden dessen private key du selbst besitzt und nicht die Börse, um Ether an die Initial Coin Offering-Vertragsadresse zu senden, wenn Du irgendwelche Token erhalten möchtest. Dafür eignet sich zum Beispiel die MyEtherWallet sehr gut, aber es gibt noch viele andere, die dafür genauso gut oder besser sind.


Tipp: Du benötigst ein Wallet dessen Private Key besitzt. Sende niemals von einer Börse/Exchange Dein Investment zur ICO Wallet Adresse. 

Wie seriöse ICOs erkennen?

Wichtige Warnung vor dem Start: Initial Coin Offerings sind eine sehr risikoreiche Art der Investition. Investiere nie etwas, was Du dir nicht vollständig leisten kannst, zu verlieren. Denke daran, dass – aufgrund eines Mangels an Regulierung – Du vielleicht Schwierigkeiten haben wirst, dein verlorenes Geld im Falle von Fehlern zurück zu bekommen.

1. Zusammensetzung des Teams

Erfahre alles über das Team, insbesondere das Entwicklungsteam und den Beirat. Informiere dich über jedes Teammitglied. Mache eine Google-Suche nach den Namen. Besuche deren LinkedIn-Profile. Suche nach berühmten Namen im Beirat des Projekts. Finde heraus, ob das Team über eine kryptografische Erfahrung verfügt und was noch wichtiger ist – in welche Projekte oder Initial Coin Offerings es involviert war und welche Auswirkungen sie hatten.

2 – Bitcointalk.org

Ein guter Ausgangspunkt ist der Ankündigungs-Thread (ANN) des Projekts auf BitcoinTalk.org, da Bitcointalk das größte Forum für Bitcointhemen und Kryptothemen ist. Es wird dringend empfohlen, die Mitteilungen aufmerksam durchzulesen. Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn die Entwickler bestimmte Fragen nicht beantworten oder gar nicht kooperieren. Es ist auch eine gute Idee, Entwicklern eine persönliche Nachricht zu schicken, um zu sehen, wie reaktionsschnell sie sind. Jede Nachricht auf Bitcointalk enthält den Rang und Aktivitätsgrad (Anzahl der vergangenen Nachrichten) des Absenders. Achte auf Neulinge und untergeordnete Autoren. Der Ruf ist sehr wichtig und bedeutsam geworden. Achte auch auf erfahrene Autoren und suche nach negativen Nachrichten; manchmal könnte dies ein Warnzeichen sein.

3 – Projektphase und VC-Investitionen

Evaluiere die Projektphase. Gibt es nur ein Whitepaper? Eine Betaversion? Gibt es ein Produkt mit eingeschränkter Funktionalität? Bevorzuge Projekte, die “einige Zeilen” funktionierenden Codes haben. Viele Initial Coin Offerings haben jedoch bereits bewiesen, dass sie ohne Code geschrieben werden können.

VCs (Venture Capital) investieren in und unterstützen Projekte in der Regel bereits in frühen Phasen. Diese Informationen findest Du meist auf der Hauptseite der Projekt-Website. Es ist wahrscheinlich nicht unerheblich, ob es sich um einen bekannten Krypto-VC handelt, wie Blockchain Capital oder Fenbushi.

4 – Community und Medien

Entscheidend ist, dass eine breite, offene und unterstützende Community für alle Investoren vorhanden ist. Offenheit ist für die Gewinnung unseres Vertrauens ebenso entscheidend wie der Github-Code. Versuche, die Atmosphäre innerhalb der Gemeinschaft zu verstehen. Schau dir die Größe der Gemeinde und ihre Aktivitäten an. Andere Quellen wie Reddit, Twitter oder Facebook können bei der Evaluierung des Projektes relevant sein. Beachte Bounty-Posts. Es ist eine gängige Praxis, einen Kopfgeld-Thread einzuführen, um Benutzer für die Verbreitung positiver Informationen über das Projekt zu belohnen, um die Medienberichterstattung zu erhöhen oder bei Übersetzungen zu helfen. Diese Bounty-Threads können den Hype um das Projekt stimulieren, sind aber nicht sehr objektiv.

5 – Unbegrenzt / Hard Cap?

In den frühen Tagen der Krypto-Initial Coin Offerings hatte der Unterschied zwischen unbegrenzter Tokenausgabe und Hard-Cap nicht die gleiche Wirkung wie bei den heutigen Initial Coin Offerings. Eine Open Cap ermöglicht es Investoren, unbegrenzt Geld in die Initial Coin Offering-Geldbörse des Projekts einzusenden. Je mehr Token im Umlauf sind, desto weniger einzigartig werden Ihre Token für den Handel danach – aufgrund der geringeren Nachfrage.

Da Initial Coin Offerings sich innerhalb der Kryptowelt zum Mainstream entwickeln, werden enorme Mengen gesammelt. Wirf einen Blick auf Bancor, dieses Projekt brachte erstaunliche 150 Millionen Dollar in nur drei Stunden ein. Für die Investoren ergab sich daraus kein prozentualer Zugewinn. Denke daran, wenn Du an Initial Coin Offerings ohne Cap teilnimmst.

6 – Tokenverteilung – wann und wie?

Gier kann durch eine hohe Token-Verteilung an die Teammitglieder definiert werden – mehr als 50% der Token sind verdächtig. Ein gutes Projekt wird seine Tokenverteilung mit der Roadmap verknüpfen. Denn jede Phase oder jeder Meilenstein des Projekts erfordert eine bestimmte Höhe der Finanzierung.

Achte auf die Token-Verteilerstufe. Einige Projekte veröffentlichen ihre Token erst Stunden nach dem Ende des Initial Coin Offering. Einige Projekte müssen eine Betaversion entwickeln, bevor sie die Token versenden. Betrachtet man den prozentualen Zuwachs von Ethereum (ein Jahr zwischen Initial Coin Offering und Token-Verteilung, rund 500% Zuwachs), Augur (1+ Jahre, 1500%) und Decent (8 Monate, 350%), so erzeugt diese Spanne manchmal einen sehr positiven Hype um das Projekt.

7 – Auswertung des Whitepapers

Die meisten typischen Investoren lesen das Whitepaper eigentlich nicht durch, obwohl es alle notwendigen Informationen über das anstehende Projekt und das Initial Coin Offering enthält. Zögere nicht, es zu lesen, oder zumindest das Meiste davon. Notiere Dir die starken und negativen Aspekte und füge einige deiner eigenen Rechercheergebnisse hinzu. Am Ende ist das Whitepaper der goldene Teller für potenzielle Investoren. Nach dem Lesen solltest Du in der Lage sein, eine einfache Frage zu beantworten: Welchen Wert hat dieses Projekt für unsere Welt? Außerdem erfährst Du so, in was Du investierst.

8 – Qualität des Codes

Wenn Du ein wenig Programmiererfahrung hast, solltest Du sie hier einsetzen. Die Qualität eines Entwicklers lässt sich verstehen, wenn man einen Teil seines Codes analysiert. Als Nicht-Techniker ist es immer noch möglich, deren Qualität anhand der Konsistenz des Codes zu bewerten. Ein weiterer guter Indikator ist die Verwendung von ordnungsgemäßen Kommentaren. Vermeide unordentliche Entwickler. Ein Stück Code spiegelt die Einstellung eines Entwicklers wider.

Als nächstes ist die Länge einer Funktion ein weiteres Kennzeichen. Eine Funktion, die mehr als 50 Zeilen Code enthält, sollte eine rote Warnflagge auslösen. Modularität ist wichtig und macht den Code lesbarer und wartbarer.

Krypto-Projekte operieren in der Regel mit dem Open-Source-Code. Dies schafft Vertrauen in der Projektgemeinschaft und ermutigt Entwickler aus der Community, Vorschläge oder Verbesserungen einzubringen. Ein Open-Source-Projekt bietet die Möglichkeit, die Commit-Protokolle einzusehen. Ein Commit ist im Wesentlichen ein Begriff aus dem Entwicklerjargon und bedeutet, ein Stück Code in das Github-Code-Repository zu schieben. So kannst Du jede Veränderung untersuchen. Die Registerkarte “Einblicke” gibt dir eine allgemeinere Zusammenfassung der Entwickleraktivität. Diese Registerkarte zeigt eine Grafik mit den täglichen Commits. Unterhalb des Diagramms siehst Du die Aktivität jedes einzelnen Entwicklers. Diese Informationen sind für die Untersuchung des Entwicklungsteams von entscheidender Bedeutung. Es ist sogar möglich, die Popularität des Projekts zu sehen, wenn man sich die Anzahl der Sterne anschaut, die es erhält.

Das Fazit

Initial Coin Offerings werden mehr und mehr zum “Mainstream” als Methode der Mittelbeschaffung und Finanzierung. Es wird eine Vielzahl von Projekten zur Auswahl stehen, so dass es noch schwieriger wird, diese Projekte zu bewerten. Es ist wichtig, so viele Informationen wie möglich zu recherchieren und zu lesen und alle wichtigen positiven und negativen Aspekte aufzuschreiben, bevor eine Anlageentscheidung getroffen wird.

Handeln mit ICO Token

Eine der beliebtesten Optionen für den Handel von Tokens aus Initial Coin Offerings sind Exchanges, also Börsen. Bevor Du auf diesen Plattformen handelst, solltest Du dich mit den jeweiligen Transaktions- und Abhebungslimits, Transaktions- und Umtauschgebühren und der Reputation einer Exchanges befassen.

Wenn ein Exchange mehrere Sicherheitsverletzungen hatte, finde heraus, wie sie damit umgegangen ist und suche dir sicherheitshalber eine Alternative. Einige der beliebtesten Exchanges sind unten aufgeführt:

  • Bittrex
  • Binance
  • Poloniex
  • HitBtc
  • Kraken
  • Bithumb
  • Bitfinex

usw. In Anbetracht des Vorhandenseins von über 800 Cryptocurrencies auf dem Markt solltest Du mit neuen Token nur dann handeln, wenn Du die Branche verstehst.

Auf welchen Exchanges / Börsen werden die Token nach dem ICO-Crowdsales gehandelt?

Wir werden versuchen, eine der am häufigsten gestellten Fragen zum Thema zu behandeln. Nun, eigentlich ist die Lösung einfach: ein Initial Coin Offering-Token kann an jeder Börse gehandelt werden, aber nur wenn die Börse es akzeptiert. Das bedeutet, dass z. B. ein Token auf poloniex.com gelistet sein kann, dafür aber nicht auf bitfinex.com da die ICO Betreiber bestimmte, zum Teil strenge Bedingungen erfüllen müssen um auf beliebten Börsen gelistet zu werden. In vielen Fällen, sind die meisten Tokens auf Etherdelta handelbar. Etherdelta bietet einen sehr schnellen Zugriff auf den Handel von Tokens und der Zugriff der Investoren kann direkt über ein ERC20 kompatibles Wallet (beispielsweise MyEtherwallet) eingerichtet werden. Bei Etherdelta muss der ICO Betreiber keine aufwendige Registrierung durchführen und die Tokens können ziemlich schnell dort gehandelt werden.
TIPP: Warte am besten immer darauf, bis Deine Tokens auf den größeren Börsen gehandelt werden da dort das Handelsvolumen ausschlaggebend für das Interesse an Token bestimmt wird. Hier bildet sich dann ein Muster für Angebot und Nachfrage und in der Regel überwiegt die Nachfrage wodurch ein Preisanstieg der Tokens stattfindet.

Wie findest Du also die beste Börse für deine Initial Coin Offering Investition?

Finde in nur vier einfachen Schritten die Exchange für Cryptocurrencies, die am besten zu deinem Token passt:

1) Gehe zu coinmarketcap.com
2) Suche nach der Währung, die Du handeln möchtest.
3) Klicke auf “Markets”.
4) Wähle die Börse aus, an der das gewünschte Krypto-Token gehandelt wird

Jetzt musst Du dich nur noch auf der Börse registrieren und schon kannst Du Deine Tokens aus dem ICO handeln. Wenn Du den Token verkaufen möchtest, dann finde einfach die Börse mit dem höchsten Preis (Schritt 4) und verkaufe ihn dort. Alternativ kannst Du in Schritt 4 auch die Börse mit dem höchsten Handelsvolumen wählen, wenn Du vorhast, den Initial Coin Offering-Token häufig zu handeln.

Woher weiß ich auf welcher Börse/Exchange mein ICO gelistet wird?

Der beste Weg ist um herauszufinden wo Deine Tokens gehandelt werden, den ICO Betreiber direkt zu fragen. Dies kann durch verschiedene Social Media Channel wie Twitter, Telegram oder Slack passieren. In Der Regel stellt der ICO Betreiber allerdings schon in seiner Webseite die Information dar wo oder wann die Tokens auf einer Börse gelistet werden um den freien Handel zu ermöglichen. Beliebte Börsen bei denen die Tokens relativ schnell gelistet werden sind z.B. Etherdelta oder HitBTC.

Ein Tipp: Achte immer darauf wie hoch das Handelsvolumen in der jeweiligen Börsen bei Deinen Tokens sind. Ist das Handelsvolumen für Deine Tokens gering, so warte noch ab bis der ICO Betreiber seine Tokens auf einer größeren Börse gelistet hat wo möglichst ein höheres Handelsvolumen vorhanden sein kann. Falls Du beabsichtigt Deine Tokens schnell zu verkaufen, solltest Du den Faktor des Handelsvolumen beachten da dies eine Auswirkung auf die Preisbestimmung Deiner Tokens haben kann.

Was ist Crowdfunding?

Im Jahr 2016 brachten die Start-Up-Unternehmen der Kryptoszene rund 200 Millionen Dollar mit ihren Initial Coin Offerings ein. Initial Coin Offerings sind eine neue Form des Crowdfunding, die auf Blockchain basiert. Diese Zahl mag nicht viel sein im Vergleich zu den Milliarden, die von anderen Crowdfunding-Kampagnen – wie z.B. Kickstarter – generiert werden. Aber sie zeigt schon ein enormes Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

Einige der Start-ups haben in Millionen von Dollar mit kaum mehr als einem Versprechen und einer Webseite angehäuft; einige haben es auch versäumt, diese Versprechen einzuhalten. Wie schon bei der Blockchain selbst ist die Expertenmeinung hochgradig polarisiert über den kryptographischen Crowdfunding-Hype, seine Zuverlässigkeit, seine Legalität und seine Zukunft.

Wie funktioniert es?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Unternehmen ICO-Projekte starten, indem sie eine Idee oder ein bereits bestehendes Geschäftsmodell haben. Die frühen Investoren bekommen dadurch die Möglichkeit, Anteile des Geschäftsmodells anhand von Token im Austausch gegen Coins oder Fiat-Geld zu bekommen.Initial Coin Offerings sind in der Regel entweder zeitlich oder im Rahmen der zu generierenden Summe begrenzt. Der Wert und die Anzahl der freigegebenen Token können statisch sein oder auf Basis der aufgenommenen Geldmittel berechnet werden.

Token sind eine einfache Möglichkeit für Blockchain-Start-ups geworden, ihre Projekte frühzeitig im Entwicklungszyklus zu finanzieren, und für regelmäßige Benutzer und Enthusiasten, in Projekte von potenziellem Wert zu investieren sowie ein Mitspracherecht bei der Gestaltung ihrer Zukunft zu haben.

Was ist ein Crowdsale?

Ideen kosten nichts. Die Umsetzung ist der wertvolle und zumeist auch kostspielige Teil. Es erfordert Mühe und Geschicklichkeit, eine Idee in etwas Nützliches zu verwandeln, und beides ist teuer.

In den letzten Jahren hat sich Crowdfunding als eine Möglichkeit herausgestellt, um das Geld zu generieren, das für die Umsetzung von Ideen benötigt wird. Webseite wie Kickstarter und Indiegogo haben sich als geeignete Mittel erwiesen, um Spendengelder einzustreichen. Nun aber hat die Welt der Cryptocurrencies eine andere Form des Fundraising hervorgebracht: den Crowdsale.

Crowdselling vs. Crowdfunding

Im Gegensatz zur traditionellen Crowdfunding-Methode verkauft ein Crowdsale kein Widget oder verspricht, Deinen Namen in den Abspann eines Films einzutragen. Stattdessen verkauft es Dir etwas, mit dem Du vielleicht nicht viel anzufangen weisst; es sei denn, Du kennst dich aus: ein Token. Ein Token ist eine Komponente in einer Kryptowährungsanwendung der nächsten Generation. Wie Bitcoin ist es nicht etwas, das man physisch halten kann. Stattdessen ist es eine elektronische Aufzeichnung – eine Art digitaler Pokerchip – die auf Deinem Computer oder mobilen Gerät gespeichert ist.

Die Token sind so konzipiert, dass Du an dem Projekt teilnehmen kannst, das schließlich als Ergebnis des Crowdsales gestartet wird. Je nachdem, welchen Dienst das Projekt anbietet, dient der Token als eine Art Zugangsticket zu diesem Dienst. Wenn das Projekt eine Software-Anwendung ist, mit der Du zum Beispiel Fahrgemeinschaftspartner finden kannst, ohne eine zentrale Webseite zu nutzen, kannst Du Deine Fahrten mit Token bezahlen. Die Token sind also eine Art Währung für die Verwendung innerhalb eines bestimmten Dienstleistungsrahmens.

Warum Crowdsales geschehen

Der Crowdsale findet in der Regel vor dem offiziellen Start eines Projektes statt. Er soll Mittel für die Entwicklung des Projekts generieren, um Softwareentwickler, Marketingbudgets und all die anderen Dinge zu finanzieren, die ein Startup braucht. Es kann auch verwendet werden, um das Interesse an einem bestimmten Projekt zu messen. Wenn niemand die Token kauft, dann sollte das Unternehmen, welches das Projekt entwickelt, seine Optionen überdenken. Der wirklich interessante Teil eines Crowdsales ist das, was später mit den Token passiert. In vielen Fällen werden sie auf dem freien Markt gekauft und verkauft, unabhängig von der Anwendung, für die sie verwendet werden. Dies ist ein weiterer Weg, um Frühanwender zu ermutigen. Sie können Token kaufen, weil sie an das Potenzial eines bestimmten Anbieters glauben. Wenn das Projekt so erfolgreich wird, wie sie denken, dann könnten die Token an Wert gewinnen und später einen ordentlichen Gewinn abwerfen.

Die Legalität der Crowdsales

Darin liegt allerdings eine der Gefahren im Crowdsale-Konzept. Es gibt noch keinen angemessenen juristischen Rahmen. Wenn eine Firma ein Bündel Token verkauft und dann wegen schlechtem Management zusammenbricht – oder schlimmer noch, einfach verschwindet – was geschieht mit all den armen Leuten, die ihr Geld investiert haben? In der konventionellen Investmentwelt gibt es Regeln, wie in ein junges Startup-Unternehmen investieren werden darf. Aber die Regeln rund um Crowdsales sind noch nicht klar. Die Aufsichtsbehörden haben strenge Regeln für die Ausgabe von Finanzwertpapieren wie z. B. Aktien eines Unternehmens.

Crowdsales sind allerdings noch ein sehr neues Konzept, das nur wenige Unternehmen umgesetzt haben. Müssen Wertmarken als Wertpapiere klassifiziert und damit reguliert werden? Die Position dazu ist noch nicht klar, und jeder Fall wird wahrscheinlich nach seinen eigenen Vorzügen beurteilt werden. Hier gelten jedoch die gleichen Regeln wie anderswo: Verstehe, was Du kaufst, warum Du es kaufst und das Risiko, welches Du damit eingehst. Kaufst Du spekulativ? Oder kaufst Du Token, weil Du die Anwendung wirklich nutzen willst? Bist Du bereit, den Verlust zu akzeptieren, wenn der Service nie startet? Investiere niemals etwas, das Du nicht zu verlieren bereit bist.

Was ist ROI?

Der Return on Investment (ROI) misst den Gewinn oder Verlust einer Anlage im Verhältnis zum investierten Geld. Der ROI wird in der Regel als Prozentsatz ausgedrückt und wird typischerweise für persönliche finanzielle Entscheidungen, zum Vergleich der Rentabilität eines Unternehmens oder zum Vergleich der Effizienz verschiedener Investitionen verwendet.

Die Formel:

ROI = (Nettogewinn / Investitionskosten) x 100

Wie es funktioniert:

Die ROI-Berechnung ist flexibel und kann für verschiedene Zwecke manipuliert werden. Ein Unternehmen kann die Berechnung verwenden, um den ROI verschiedener potenzieller Investitionen zu vergleichen, während ein Anleger daraus eine Rendite auf eine Aktie berechnen kann. Ein Investor kauft beispielsweise Aktien im Wert von 1.000 € und verkauft die Aktien zwei Jahre später für 1.200 €. Der Nettogewinn aus der Investition würde € 200 betragen und der ROI wie folgt berechnet werden:

ROI = (200/1.000) x 100 = 20% (Rendite)

Der ROI im obigen Beispiel wäre 20%. Die Berechnung kann durch den Abzug von Steuern und Gebühren geändert werden, um ein genaueres Bild des Gesamt-ROI zu erhalten. Mit der gleichen Berechnung kann auch eine Investition eines Unternehmens berechnet werden. Die Berechnung ist jedoch komplexer, da es mehr Eingaben gibt. Um beispielsweise den Reingewinn einer Investition zu ermitteln, müsste ein Unternehmen genau nachvollziehen können, wie viel Geld in das Projekt floss und wie viel Zeit die Mitarbeiter damit verbrachten.

Warum es wichtig ist:

ROI ist aufgrund seiner Flexibilität eine der am häufigsten verwendeten Rentabilitätskennzahlen. Einer der Nachteile der ROI-Berechnung besteht jedoch darin, dass sie manipulierbar ist, so dass die Ergebnisse je nach Benutzer variieren können. Wenn Du ROI verwendest, um Investitionen zu vergleichen, ist es wichtig, die gleichen Eingaben zu verwenden, um einen genauen Vergleich zu erhalten. Außerdem ist es wichtig zu beachten, dass die ROI-Basisberechnung keine Zeit berücksichtigt. Offensichtlich ist es wünschenswerter, eine +15%-Rückkehr bzw. Rendite über ein Jahr zu erhalten, als über zwei Jahre.

Token-Preis nach ICO Sale

Jeder Investor stellt sich vor und nach Investition bei einem ICO die Frage wohin die Fahrt in Sachen Preis wohl geht um eine Abschätzung des Gewinn oder Verlustes zu ermitteln. Ist gibt einige Faktoren, die man im Vorfeld bevor ein Token an einer Börse gehandelt wird, prüfen kann um eine mögliche Preisentwicklung und Investitionsrisiko einzuschätzen.

Die Haupttreiber des Preises eines Tokens nach erfolgreicher Vollendung des ICO Sales können folgende sein:

  • Begrenztes Angebot und Nachfrage
  • Der Nutzen der Währung, und wie einfach es ist, sie zu verwenden und zu speichern
  • Wahrnehmungen über ihren Wert in der Öffentlichkeit
  • Preis von Bitcoin
  • Medien
  • Investoren
  • Marktverwässerung
  • Innovation
  • Vertrauen in traditionelle Systeme
  • Rechts-/Regierungsfragen

Angebot/Nachfrage

Edelmetalle gewinnen aufgrund ihres Nutzens und des begrenzten Angebots an Wert, und der Preis ist oft an das Prinzip von Angebot und Nachfrage gebunden. Dieses Prinzip ist ein einfacher Wirtschaftsfaktor, der den Preis vieler Dinge beeinflusst. In einigen Ländern werden Bitcoin und andere Kryptowährungen als Vermögenswert, in anderen als Währung eingestuft. Bitcoin beispielsweise haben maximal 21 Millionen ganze Einheiten, 100 Millionen mal teilbar. Mit mehr als 7 Milliarden Menschen auf der Welt gilt, dass, wenn auch nur 1 Milliarde Menschen Bitcoin übernehmen würden, so würden sich 21 Millionen ganze Einheiten ohne einen nennenswerten Preis nicht sehr weit verbreiten. Das Angebot wird ebenfalls in einem konstanten Tempo eingekauft und ist aufgrund der Regeln unveränderbar. Dieses verursacht ein Angebot, das begrenzt wird, und folglich zahlen Leute mehr, um die Münzen zu erhalten, die nach ihrer Ansicht im Wert steigen werden. Die regelmäßigen Halbierungen der Blockbelohnung, wie etwa die Halbierung von 2016, verursachen einen Preisanstieg. Dies kann sich auf den Preis von vielen anderen Cryptocurrencies auswirken.

Dienstprogramm

Ein Schlüsselfaktor für den Preis jeder Kryptowährung und jedes Initial Coin Offerings ist ihr Nutzen. Wenn Du es nicht für etwas verwenden kannst, sei es eine Investition oder für Zahlungen, dann würde ein Initial Coin Offering keinen oder wenig wahrgenommenen Wert haben. Im Falle von Bitcoin sind sie für Zahlungen in einem immer größer werdenden Maßstab verwendbar, was bedeutet, dass ihr Nutzen hoch ist. Der hohe Schwierigkeitsgrad und der hohe Energieverbrauch verursachen einen hohen Preis und können somit für eine Investition genutzt werden. Die Änderungen des Nutzwerts können eine Preisvolatilität verursachen. Im Falle von Ether ist dies ein praktisches Hilfsmittel, da es eine intelligente Vertragsplattform ist, was den Preis von Ether gegenüber vielen anderen alternativen Kryptowährungen erhöht hat.

Öffentliche Wahrnehmung

Die öffentliche Wahrnehmung einer Kryptowährung hat großen Einfluss auf ihre Wertentwicklung. Die Auswirkungen dieser öffentlichen Wahrnehmung im Rahmen der Berichterstattung durch Medien kann jedoch positive wie negative Folgen haben. Treibende Faktoren können zum Beispiel die positive Reaktion der Menschen auf die mit Kryptowährungen verbundenen Innovationen sein. Viele sehen in den digitalen Währungen auch eine legitime Art, den – ihrer Ansicht nach – größtenteils korrupten Bankensektor in einen Wettbewerb zu zwingen, der nicht auf herkömmliche Weise manipuliert werden kann. Kritiker von digitalen Währungen berufen sich dagegen häufig auf negative Reaktionen und Assoziationen mit Kriminalität.

Hacks in wichtigen Krypto-Währungsbörsen wie Mt. Gox können auch die Reputation von digitalen Währungen und Krypto-Token sowie deren Preis negativ beeinflussen. Auf der anderen Seite können Innovationen wie Multi-Signatur-Sicherheit für E-Wallets oder für Zahlungs-Gateways, die online gehen, eine positive Reaktion hervorrufen. Viele Cryptocurrencies verwenden den Bitcoin-Code wieder und ändern nur einige der Spezifikationen, wie z. B. die Münzversorgung, den Arbeitsalgorithmus oder andere Features.

Preis von Bitcoin

Bitcoin werden oft als die “Reservewährung” der Krypto-Währungswelt angesehen. Steigt und sinkt der Preis, hat dies oft eine Wirkung auf andere Cryptocurrencies. Insbesondere Litecoin hat häufig Preisreaktionen, die proportional zum Anstieg und Fall des Preises sind, aber ohne die Schwierigkeiten, die Bitcoin in Bezug auf die Macht zur Sicherung der beiden Blockchain hat. Da Bitcoin die erste Kryptowährung waren und am meisten unterstützt wird, kann der Preis von Bitcoin die anderen Cryptocurrencies beeinflussen.

Medien

Die Medien, die über Bitcoin in positiver oder negativer Weise berichten, können die öffentliche Wahrnehmung von Bitcoin und den Preis beeinflussen. Dies kann sogar als eine Möglichkeit genutzt werden, um den Preis zu manipulieren, da viele Medienunternehmen im Besitz einiger weniger Personen sind und es ein wichtiger Faktor für mögliche Kursmanipulationen ist, wenn über positive und negative Aspekte der Währung berichtet wird, was den Preis schwanken lassen kann.

Investoren

Bei allen Cryptocurrencies, insbesondere bei kleineren, weniger bekannten, können Investoren den Kurs auf folgende Weise manipulieren / versehentlich beeinflussen:

  • mit einer großen Menge an Kapital kann ein großer Prozentsatz der Token gekauft werden. Diese Großanleger können dann versuchen, gute Nachrichten über die Token zu fördern, um den Preis nach oben zu drücken und die Token schnell mit Gewinn zu verkaufen.
  • Anleger, die eine große Investition in ein kleines Initial Coin Offering tätigen, können unbeabsichtigte Preiserhöhungen und -verluste verursachen.
  • Anleger, die das Vertrauen in eine Kryptowährung haben, können anderen Anlegern Anreize zum Investieren bieten, und je mehr Anleger und je mehr Nachfrage nach einer Währung vorhanden sind, desto höher ist der Preis.

Marktverwässerung

Dies trifft nicht so sehr auf Bitcoin, Litecoin, Peercoin oder Ether zu, die alle zum Zeitpunkt der Entwicklung einen einzigartigen Zweck hatten. Es gibt viele neue Cryptocurrencies, die jeden Tag veröffentlicht werden. Aufgrund der vielen Cryptocurrencies, die oft ohne praktischen Nutzen den Markt sättigen, kann es alternativen Cryptocurrencies schwer fallen, in einem bereits verdünnten Markt Boden zu erobern: Bitcoin stach als erstes mit guter Entwicklung heraus, Litecoin glänzte als Silber gegen das Bitcoingold, Peercoin verwendete eine innovative Kombination aus POW und POS (Proof of Stake). Ether hatte ein praktisches Hilfsmittel, um ein intelligentes Vertrags-Token zu sein, das eine verteilte, sichere Ausführung von intelligenten Verträgen zum Preis dessen, was das Ether-Token ist, zu ermöglicht, was nur sehr wenige Cryptocurrencies tun können.

Innovation

Da viele Cryptocurrencies ein Klon von Bitcoin sind, ist Innovation eine weitere Sache, die sich auf den Preis auswirken kann. Manchmal führt dies dazu, dass eine Währung an Boden gewinnt, wobei dies manchmal allein nicht ausreicht, aber es ist ein Preisfaktor. Innovation allein reicht nicht immer aus. Sie kann aber ein treibender Faktor sein, wenn sie etwas Einzigartiges mit hohem Nutzwert auf den Tisch bringt.

Vertrauen in traditionelle Systeme

Wenn das Vertrauen in die traditionellen Systeme steigt, wie z. B. der Preis des Euros steigt, kann dies dazu führen, dass einige Menschen wieder auf die Lagerung von Vermögenswerten in traditionellen Währungen vertrauen. Dies kann sich insbesondere auf den Preis von Bitcoin auswirken, und damit auf die anderen Cryptocurrencies, wobei Bitcoin de facto die Reservewährung der Kryptowelt sind.

Rechtliche und behördliche Fragen

Rechtliche und staatliche Fragen können den Preis beeinflussen. Rechtliche Schritte, die für eine Kryptowährung positiv sind, wie beispielsweise. ihre offizielle Funktion als Währung, können sich positiv auswirken, während ein Land, das sie verbietet, einen negativen Effekt verursachen könnte. Im Falle Ecuadors verbot das Land die Währung, während einige andere Länder Cryptocurrencies offiziell als Währung für Steuerzwecke anerkennen. Das Fehlen rechtlicher Rahmenbedingungen in vielen Ländern ist nach wie vor eine Hürde, da die Präzedenzfälle für Cryptocurrencies noch nicht abgeschlossen sind. Und aufgrund der beschränkten Kontrollmöglichkeit der Kryptowährung im offenen Internet kann sie sogar gegen den Willen einer Regierung genutzt werden.

Volatilität der Kryptowährung

Da die Kryptowährung ein aufstrebender Markt ist und aufgrund der Veränderungen, die sie dem Finanzsystem auferlegt, ist der Markt immer noch volatil. Verbunden mit vielen der oben genannten Faktoren kann der Preis eines Tokens schnell steigen und fallen. Die Volatilität nimmt jedoch im Laufe der Zeit ab, was hoffentlich zu einer niedrigeren Volatilität der Kurse aller Cryptocurrencies führen wird.